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TickTick Kosten 2026: Was die Tarife wirklich enthalten

Vyneron Team·

Die Preisseite von TickTick ist erfreulich kurz. Zwei Spalten, zwei Zahlen, fertig. Genau das macht die eigentliche Frage aber schwerer: Nicht was kostet es, sondern ab wann kostet es mich etwas. Denn TickTick verkauft kein Funktionspaket, es verkauft Zahlen — Listen, Aufgaben pro Liste, Anhänge pro Tag. Und diese Zahlen sind im Gratis-Tarif niedriger angesetzt, als die meisten beim ersten Blick vermuten.

Hier ist der Stand von Anfang September 2026, direkt von der offiziellen Preisseite.

Zwei Tarife, ein Preis

TarifPreisAbrechnung
Free0 $
Premium49,99 $pro Jahr

Ein Monatsabo steht auf der Preisseite nicht. Wer Premium will, bucht ein Jahr. TickTick rechnet das selbst auf „weniger als 4,17 $ pro Monat" herunter, was stimmt, aber die Belastung kommt trotzdem als ein Betrag.

Zwei Dinge fallen einem deutschen Käufer sofort auf. Erstens: Abgerechnet wird in US-Dollar, nicht in Euro. Was am Ende auf der Kreditkartenabrechnung steht, hängt vom Tageskurs ab und davon, ob deine Bank eine Fremdwährungsgebühr nimmt — bei manchen Karten sind das nochmal 1 bis 2 Prozent. Zweitens: Die Sprachauswahl im Fußbereich der Website führt Chinesisch, Japanisch, Französisch, Koreanisch, Russisch, Portugiesisch und Englisch. Deutsch ist nicht dabei. Wenn dir eine deutschsprachige Hilfeseite wichtig ist, ist das ein Punkt, den du vor dem Kauf kennen solltest.

Der Gratis-Tarif: wo genau die Wand steht

Free ist keine Testversion mit Ablaufdatum. Du kannst TickTick unbegrenzt lange kostenlos benutzen. Die Grenze ist nicht die Zeit, sondern der Umfang:

  • 9 Listen. Das ist die Zahl, an der die meisten zuerst hängen bleiben.
  • 99 Aufgaben pro Liste.
  • 1 Anhang pro Tag.
  • 19 Punkte pro Checkliste.
  • 2 Erinnerungen pro Aufgabe.
  • 5 Gewohnheiten, 5 Countdowns.
  • 2 Personen, wenn du eine Liste teilst.

Dafür bekommst du: Listen- und Kanban-Ansicht, Eingabe in natürlicher Sprache, Aufgabenerinnerungen und Synchronisierung über alle Geräte. Das ist ein ernstzunehmender Gratis-Tarif — sofern deine Struktur flach bleibt.

Neun Listen klingen nach viel, bis du anfängst, sauber zu trennen. Arbeit, Privat, Einkaufen, Wohnung, Auto, Finanzen, Geschenke, Lesen, Urlaub — und du bist schon durch. Wer in TickTick pro Projekt eine Liste anlegt, statt mit Tags zu arbeiten, stößt oft schon im zweiten Monat an.

Was Premium zusätzlich freischaltet

Die Limits steigen deutlich: 299 Listen, 999 Aufgaben pro Liste, 199 Anhänge am Tag, 199 Checklistenpunkte, 5 Erinnerungen pro Aufgabe, 299 Gewohnheiten, 29 Personen beim Teilen.

Wichtiger sind die Funktionen, die im Gratis-Tarif gar nicht existieren:

  • Dauer — du hinterlegst, wie lange eine Aufgabe braucht, nicht nur wann sie fällig ist.
  • Dauererinnerung und Erinnerung auf einzelne Checklistenpunkte.
  • Filter — gespeicherte, kombinierte Abfragen über Listen hinweg.
  • Aktivitätsverlauf für Listen und Aufgaben.
  • Zeitleistenansicht und Integrationen.
  • KI-Funktionen.

Und eine dritte Kategorie, die die Preisseite mit „Basic" gegen „Unbegrenzt" beschreibt: Kalenderansicht, Eisenhower-Matrix, Widgets, Themes und Statistiken gibt es im Gratis-Tarif in eingeschränkter Form, in Premium vollständig.

Die Zahlen, die im Alltag zuerst wehtun

Wenn du überlegst, ob dich 49,99 $ jucken, sieh dir nicht die Funktionsliste an, sondern diese drei Werte:

Ein Anhang pro Tag. Das ist die härteste Grenze im Gratis-Tarif und sie steht nirgends im Marketing. Fotografierst du Belege, Formulare oder Handwerkerzettel ab und hängst sie an Aufgaben, bist du nach dem ersten Bild für heute fertig.

Zwei Erinnerungen pro Aufgabe. Für einen Zahnarzttermin reicht das. Für „Steuerunterlagen einreichen" mit Vorwarnung eine Woche, drei Tage und am Morgen davor nicht mehr.

Neun Listen. Siehe oben. Wer sauber sortiert, zahlt dafür.

Kündigung, Rückerstattung und was mit deinen Daten passiert

TickTick gibt 14 Tage Rückerstattung, wenn du über Google Play, PayPal oder Stripe gekauft hast. Beim Kauf über den App Store läuft die Erstattung nicht über TickTick, sondern über Apple — das ist ein Unterschied, der auffällt, sobald du ihn brauchst.

Läuft Premium aus, ohne dass du verlängerst, bleiben deine Daten vollständig erhalten. Du benutzt TickTick dann als Gratis-Nutzer weiter, die Premium-Funktionen sind abgeschaltet. Kein Löschen, keine Frist. Das ist fairer als bei manchem Mitbewerber und nimmt dem Abo einen Teil der Verbindlichkeit.

Der dritte Preis, der nicht in der Tabelle steht

Auf der Preisseite stehen zwei Zahlen. Es gibt eine dritte, und sie steht auf einer eigenen Seite, die von der Tarifübersicht aus nicht verlinkt ist: TickTick hat einen Bildungsrabatt.

Der Wortlaut dort: 25 % auf ein Jahr TickTick Premium, danach 37,99 US-Dollar.

Zwei Dinge daran solltest du genau lesen.

Es ist kein reiner Studentenrabatt. Berechtigt sind laut Seite „students, faculty, and staff" — also Studierende ebenso wie Lehrende und Beschäftigte von Bildungseinrichtungen. Wer im Hochschulbetrieb arbeitet und kein Studium mehr betreibt, ist damit nicht automatisch draußen. Genau das geht verloren, wenn man das Angebot auf Deutsch als „Studentenrabatt" abkürzt.

Rechne den Betrag nicht selbst aus. 25 % von 49,99 $ wären 37,49 $. TickTick nennt aber 37,99 $. Die beiden Zahlen gehen nicht sauber ineinander auf, und maßgeblich ist die, die auf ihrer Seite steht. Wenn dir jemand 37,49 $ vorrechnet, hat er gerechnet statt nachgesehen.

Der Weg dorthin ist nicht automatisch: Du legst ein Konto an, reichst über „Apply Now" Nachweise deiner Bildungseinrichtung zur Prüfung ein, und bekommst nach der Freigabe eine E-Mail mit einem eigenen Kauflink. Welche Einrichtungen als berechtigt gelten, entscheidet sich in dieser Prüfung — die Seite grenzt das nicht nach Ländern ein, verspricht aber auch nichts.

Und beachte die Formulierung „one year": Der Nachlass gilt für ein Jahr, nicht dauerhaft.

Lohnt sich Premium?

Rechne es an deinem eigenen Verhalten durch, nicht an der Funktionsliste:

  • Du hast weniger als neun Themenbereiche, hängst selten Dateien an und brauchst keine gespeicherten Filter? Bleib bei Free. Ehrlich.
  • Du fotografierst regelmäßig Belege in Aufgaben hinein? Dann ist das Anhang-Limit allein schon der Grund fürs Upgrade, und 49,99 $ im Jahr sind dafür wenig.
  • Du willst Zeitblöcke planen statt nur Fälligkeiten setzen? Dann brauchst du Dauer und Zeitleiste, beides Premium.

Wenn die Rechnung anders aussieht: Vyneron

TickTick löst ein Problem gut: eine schnelle, gut strukturierte Aufgabenliste auf allen Geräten. Es löst zwei Dinge nicht, die im deutschen Alltag oft dranhängen — das Erfassen unterwegs ohne App-Wechsel, und wiederkehrende Termine, die auf Feiertage Rücksicht nehmen.

Genau dort setzt Vyneron an. Du schreibst dem Bot in Telegram oder Slack, per Text, Sprachnachricht oder Foto, und daraus wird eine Aufgabe oder eine Notiz — mit OCR, wenn es ein Beleg ist. Wiederkehrende Routinen kennen gesetzliche Feiertage weltweit und überspringen sie, statt dich am 3. Oktober an eine Überweisung zu erinnern, die ohnehin erst am nächsten Werktag durchgeht.

Der Preisaufbau ist ein anderer als bei TickTick:

  • Kostenlos: Aufgaben, Notizen, Routinen, Telegram und Slack unbegrenzt. KI ist in den ersten 7 Tagen dabei. Danach hinterlegst du einen eigenen KI-Schlüssel (Gemini oder Groq gibt es gratis) und behältst KI ohne Aufpreis — wir nehmen 0 % Marge darauf. Mehr dazu unter Bring dein eigenes KI-Modell mit.
  • Solo: 6 $ im Monat oder 59 $ im Jahr, mit 150 KI-Nachrichten am Tag, unbegrenzter Sprachtranskription und 500 Dateien.
  • Multi für gemeinsame Arbeitsbereiche, Enterprise ab 26 Nutzern.

Auch wir rechnen in US-Dollar ab, der Punkt mit dem Wechselkurs gilt hier genauso. Dafür gibt es 14 Tage Geld-zurück ohne Rückfragen.

Wer beide Werkzeuge direkt nebeneinander sehen will: TickTick gegen Vyneron. Und wenn du eher noch am Suchen bist, hilft die Übersicht der TickTick-Alternativen weiter.

Alle Preise und Limits geprüft am 3. September 2026 auf der offiziellen TickTick-Preisseite. Prüf sie vor dem Kauf nach — Anbieter ändern Tarife öfter, als sie es ankündigen.

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