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Ist TickTick kostenlos? Wo der Gratis-Tarif endet

Vyneron Team·

Kurze Antwort: ja. TickTick hat einen kostenlosen Tarif, und der ist keine Testphase mit Countdown. Er läuft nicht ab, verlangt keine Kreditkarte und schaltet sich nach zwei Wochen nicht ab. Du kannst damit Jahre arbeiten.

Die längere Antwort ist interessanter, weil TickTick den Gratis-Tarif nicht über Funktionen begrenzt, sondern über Stückzahlen. Und Stückzahlen merkst du erst, wenn du gegen sie läufst — meistens an einem Dienstagabend, mitten in etwas anderem.

Was du ohne Bezahlung bekommst

Der offizielle Gratis-Tarif enthält:

  • Listen- und Kanban-Ansicht
  • Eingabe in natürlicher Sprache („Freitag 15 Uhr Zahnarzt" wird zum Termin)
  • Aufgabenerinnerungen
  • Synchronisierung über alle Geräte
  • Kalenderansicht, Eisenhower-Matrix, Widgets, Themes und Statistiken — jeweils in einer eingeschränkten Fassung

Das ist mehr, als viele bezahlte Aufgaben-Apps bieten. Es gibt keine Werbung und keine künstlich verlangsamte Synchronisierung. TickTick verdient sein Geld an Vielnutzern, nicht daran, den Gratis-Tarif unbenutzbar zu machen.

Die Zahlen, an denen der Gratis-Tarif endet

WasFreePremium
Listen9299
Aufgaben und Notizen je Liste99999
Anhänge pro Tag1199
Punkte pro Checkliste19199
Erinnerungen pro Aufgabe25
Personen beim Teilen einer Liste229
Gewohnheiten5299
Countdowns5299

Von diesen acht Werten sind drei im Alltag relevant, der Rest ist großzügig genug.

Neun Listen. Wer in TickTick pro Lebensbereich eine Liste anlegt, ist schneller durch als gedacht: Arbeit, Privat, Einkauf, Wohnung, Auto, Finanzen, Familie, Lesen, Urlaub. Neun. Wer stattdessen mit Tags statt Listen sortiert, kommt viel weiter — das ist der eine Kniff, mit dem der Gratis-Tarif deutlich länger trägt.

Ein Anhang pro Tag. Das ist die Grenze, die am meisten überrascht. Ein einziges Foto, ein einziges PDF, dann ist für heute Schluss. Wenn deine Arbeitsweise darin besteht, Belege, Handwerkerzettel oder Formulare abzufotografieren und an die passende Aufgabe zu hängen, ist der Gratis-Tarif für dich praktisch nicht nutzbar.

Zwei Erinnerungen pro Aufgabe. Reicht für Termine. Reicht nicht für Fristen, bei denen du eine Woche vorher, drei Tage vorher und am Morgen selbst angestupst werden willst.

Drei Dinge, die es gratis gar nicht gibt

Neben den Zahlen gibt es Funktionen, die im Gratis-Tarif schlicht fehlen:

Filter. Gespeicherte Abfragen über mehrere Listen hinweg — „alles mit hoher Priorität, das diese Woche fällig ist, egal in welcher Liste". Ohne Filter musst du diese Sicht jedes Mal von Hand zusammenklicken.

Dauer und Zeitleiste. Du kannst gratis festlegen, wann etwas fällig ist, aber nicht, wie lange es dauert. Damit fällt echte Zeitplanung weg. Wer seinen Tag in Blöcken denkt, braucht Premium.

KI-Funktionen und Integrationen. Beide stehen in der Vergleichstabelle ausschließlich in der Premium-Spalte.

Was der Gratis-Tarif ausdrücklich nicht einschränkt

Ebenso wichtig wie die Limits ist, was TickTick im Gratis-Tarif offen lässt. Die Synchronisierung läuft über alle Geräte, ohne Verzögerung und ohne Gerätezahl-Grenze. Es gibt keine Werbung. Die Eingabe in natürlicher Sprache — die Funktion, wegen der viele überhaupt bei TickTick landen — ist vollständig dabei, nicht in einer abgespeckten Fassung. Und es gibt kein Ablaufdatum, das dich irgendwann vor eine Kaufentscheidung stellt.

Damit fehlt dem Gratis-Tarif genau der Zwang, den andere Anbieter einbauen. Du wechselst zu Premium, weil du gegen eine Stückzahl läufst, nicht weil dich die App dazu drängt.

Für wen der Gratis-Tarif wirklich reicht

Bleib ohne Bedenken kostenlos, wenn du:

  • deine Aufgaben in wenigen, breiten Listen führst und mit Tags verfeinerst,
  • selten bis nie Dateien an Aufgaben hängst,
  • deine Termine mit einer Vorwarnung im Griff hast,
  • allein arbeitest oder höchstens mit einer weiteren Person eine Liste teilst.

Das trifft auf mehr Leute zu, als TickTick lieb sein dürfte. Es ist einer der ehrlichsten Gratis-Tarife in dieser Kategorie.

Der Moment, an dem es umkippt

Fast immer derselbe: Du fängst an, deine Papierablage in die App zu ziehen. Rechnung fotografieren, an die Aufgabe hängen, abhaken. Am ersten Tag geht ein Bild. Am zweiten wieder eins. Dann merkst du, dass die App dich nicht bremst, weil sie langsam ist, sondern weil du beim zweiten Foto des Tages gegen eine Wand läufst.

Ab da ist die Frage nicht mehr, ob TickTick kostenlos ist, sondern ob dir 49,99 $ im Jahr das wert sind. Details dazu stehen in TickTick Kosten 2026.

Eine Ausnahme lohnt sich zu kennen, bevor du diese Rechnung aufmachst: Über den Bildungsrabatt kostet ein Jahr Premium 37,99 $ statt 49,99 $ — und zwar nicht nur für Studierende, sondern laut TickTick auch für Lehrende und Beschäftigte von Bildungseinrichtungen. Du musst Nachweise einreichen und die Freigabe abwarten; automatisch passiert nichts.

Ein Trost: Wenn du Premium später auslaufen lässt, bleiben alle Daten erhalten. Du fällst auf den Gratis-Tarif zurück, verlierst nichts.

Ein anderer Zuschnitt: Vyneron

Wir schneiden „kostenlos" bewusst anders zu. Bei Vyneron sind Aufgaben, Notizen, Routinen, Telegram und Slack im kostenlosen Tarif unbegrenzt — keine Listenobergrenze, keine 99 Aufgaben pro Liste. Begrenzt ist bei uns die Dateiablage (10 Dateien, 50 MB) und die KI.

Und für die KI gibt es einen Ausweg, den es bei TickTick nicht gibt: Nach den ersten 7 Tagen hinterlegst du deinen eigenen Schlüssel bei einem KI-Anbieter. Gemini und Groq geben kostenlose Schlüssel aus. Damit läuft die KI unbegrenzt weiter, wir schlagen 0 % darauf auf — du zahlst nur, was der Anbieter verlangt, und der verlangt in diesen Fällen nichts. Wie das genau funktioniert, steht unter Bring dein eigenes KI-Modell mit.

Dazu kommt das, wofür wir eigentlich gebaut sind: Erfassen ohne App-Wechsel. Du schickst dem Bot in Telegram oder Slack eine Nachricht, eine Sprachnotiz oder ein Foto vom Beleg, und daraus wird eine Aufgabe oder eine Notiz mit erkanntem Text. Und wiederkehrende Routinen kennen gesetzliche Feiertage weltweit und springen darüber hinweg.

Wer den direkten Vergleich sucht: TickTick gegen Vyneron. Wer noch breiter schaut: TickTick-Alternativen.

Limits und Preise geprüft am 3. September 2026 auf der offiziellen TickTick-Preisseite. Abgerechnet wird dort in US-Dollar; was auf deiner Karte landet, hängt vom Wechselkurs ab.

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